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Der neue Berliner Standort des Mietwäsche-Anbieters Greif.


So oder so eine saubere Sache.

52° 33' 48"


Nord

13° 30' 18"


Ost

Wer hätte gedacht, dass sich aus der Bügelstube, die Franziska Steinbichler anno 1922 in Augsburg gründete, einmal ein ebenso leistungsstarkes wie solides Unternehmen entwickeln würde? Heute beschäftigt das Unternehmen in vierter Generation mehr als 1.200 Mitarbeiter an 9 Standorten in Deutschland. Als Ende der 1950er Jahre die Waschmaschine Einzug in die Haushalte hielt, wurden Bügelstube und Münzwaschsalon zum Auslaufmodell. Man musste sich etwas Neues einfallen lassen und Walter Greif, der Schwiegersohn von Franziska Steinbichler, begegnete dieser Trendwende mit der Idee einer zeitgemäßen textilen Dienstleistung. Der textile Mietservice wurde aus der Taufe gehoben, damals in Deutschland nahezu unbekannt. Seiner Zeit voraus zu sein, heißt jedoch auch immer, Überzeugungsarbeit zu leisten. Mit Engagement und dem ihm eigenen Durchhaltevermögen überzeugte Walter Greif Hoteliers und Gastronomen von seiner neuen Dienstleistung. Nicht zuletzt mit dem Argument, dass mit dem kompletten Wäsche- Outsourcing auf die Anschaffung teurer Maschinen verzichtet werden konnte. Als Ende der 1960er Jahre das Leasing als Alternative zum Kauf aufkam, sorgte das für einen zusätzlichen Schub und Greif spezialisierte sich endgültig auf Mietwäsche, die textile Dienstleistung für gewerbliche Kunden.


Aus zwei mach eins.

Ganz weitsichtige und geschäftstüchtige Familie ruhte man sich in den Jahrzehnten des Bestehens nie auf den Lorbeeren aus. Mut und die Bereitschaft zum Risiko sowie ein ausgeprägtes Gespür für Marktentwicklungen sind bis heute die Triebfedern dafür, dass es mit der Walter Greif GmbH und Co. KG stets bergauf ging und geht. Was lag da näher, als in der boomenden Region in und um Berlin zu investieren. Schon vor einigen Jahren wurden durch Übernahmen zwei Standorte in der Hauptstadtregion, eine in Berlin Wedding, die andere in Oranienburg geschaffen. Doch unter dem Motto »Stillstand ist Rückschritt« wurde viel Geld in die Hand genommen, beide Standorte unter einem Dach zu vereinen. Der strategisch ideale neue Standort wurde in Berlin-Hohenschönhausen ausgemacht und Plänen folgten Taten. Anfang 2017 wurde Deutschlands modernster und größter Hotelwäsche-Standort fristgerecht in Betrieb genommen. Hier werden auf einer Produktionsfläche von etwa 7.500 m² täglich bis zu 120 Tonnen Bett-, Tisch- und Frottierwäsche bearbeitet und auch an Wochenenden und Feiertagen ausgeliefert. Durch ihren Fokus auf Kundenservice in Reinform und die riesigen Kapazitäten hat sich die Walter Greif GmbH und Co. KG in Berlin im Bereich Hotelwäsche zum Marktführer entwickelt.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.


Von nichts kommt nichts.

Als nach ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen hat Greif bezüglich Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Ressourcenschonung höchste Anforderungen an sich und natürlich auch an seine Dienstleister. Computergesteuerte Verfahren senken durch Rückgewinnungssysteme den Wasserverbrauch und die Energie enorm. Für ein Kilogramm Wäsche werden 3-5 Liter Wasser verbraucht, im Vergleich dazu schlägt die Waschmaschine „zu Hause“ mit 15 Litern zu Buche. Auf chlorhaltige Lösungsmittel wird verzichtet, der Waschmittelbedarf unterschreitet den im privaten Haushalt um ein Vielfaches. Am neuen Standort in Berlin wird Regenund Brunnenwasser für Waschmaschinen verwandt und die Energierückgewinnung erfolgt durch Abwasser der Waschmaschinen, Abgase der Dampfanlage und Abwärme der Druckluftanlage. Wir hatten es bei unserer Arbeit an diesem Projekt in Berlin-Hohenschönhausen also mit einem sehr umweltbewussten Auftraggeber zu tun. Eine Herausforderung, der wir uns gern gestellt haben. Insgesamt verlegten wir ca. 14.500 Meter Rohrleitungen, davon 1.700 Meter Trinkwasserleitungen DN 15 bis 100, 1.800 Meter Schmutz- und Regenwasserleitungen DN 50 bis 300 und 680 Meter VE-Wasserleitungen DN 15 bis 100. Darüber hinaus montierten wir 170 Meter Gasleitungen DN 40 bis 150, 1.500 Meter Druckluftleitungen DN 15 bis 76, 550 Meter Dampfleitungen DN 20 bis 100 und 8.100 m Heizleitungen DN 15 bis 80. Wir installierten einen 750 kW Doppelrohrwärmetauscher, einen 96 m3 Regenwassertank, 73 sanitäre Objekte und eine Hybrid-Abwasseranlage.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.