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Nordbahnhof
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Der Park am Gleisdreieck


Geschichte und Geschichten vom Gleisdreieck.

52° 29' 54"


Nord

13° 22' 33"


Ost

Beregnnungsanlage am Geisdreieck

In den Jahren 1912 und 1913 als oberirdischer U-Bahnhof errichtet, stellte das Gleisdreieck die »Kreuzung« der U1 und U2 dar. Westlich vom ehemaligen Potsdamer Güterbahnhof gelegen, verbindet man mit dem Begriff Gleisdreieck heute ein Areal von ca. 60 Hektar, und mit Erschließungsbeginn im Jahre 2006 den etwa 26 Hektar großen Park am Gleisdreieck. Nahezu 40 Jahre für die Öffentlichkeit unzugänglich, er- und über- lebte das Gleisdreieck verschiedenste städtebauliche Konzepte, die stets stark verkehrsplanerisch geprägt waren. Autogerechte Verkehrslösungen waren das Nonplusultra. Wir erinnern nur an Flächennutzungspläne, die unter Berücksichtigung einer Wiedervereinigung vorsahen, über dem Gleisdreieck eine Kreuzung zwischen der zu errichtenden West- und Südtangente zu errichten. Dieses Vorhaben wurde von der 1974 gegründeten Bürgerinitiative Westtangente verhindert. Oder an den Testbetrieb einer Magnetschwebebahn zwischen dem U-Bahnhof Gleisdreieck und der Landwehrkanalbrücke, die 1991 offiziell in Betrieb genommen und im selben Jahr stillgelegt wurde. Nachdem das Areal mehrere Jahre als Baulogistikfläche für den Tunnel unter dem Tiergarten sowie für die Neubauprojekte am Potsdamer Platz diente, wurde die Gestaltung des Parks mit der Vergabe des Siegerentwurfs in Angriff genommen. Aufwendige Bürgerbefragungen waren vorausgegangen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick darüber bieten, was wir auf dieser Brachfläche am Gleisdreieck vorgefunden haben und was daraus geworden ist.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.


Mit Köpfchen und schwerem Gerät gegen den Dornröschenschlaf.

Wir, die Combé Anlagenbau GmbH sind »echte Berliner«. Obwohl wir seit mehr als 80 Jahren am Berliner Markt tätig sind, war es schon etwas Besonderes, an der Neugestaltung dieses geschichtsträchtigen Ortes teilhaben zu dürfen. Ursprünglich mit der Installation der Beregnungsanlage beauftragt, wurde am Schluss die komplette Ver- und Entsorgung daraus: Trinkwasser, Abwasser und die Erneuerung der Gasleitungen für das Poststellwerk und das Stellwerk ABWT. Wie das so ist mit den Plänen historischer Liegenschaften, waren sie auch bei diesem Projekt nicht vollständig und so lauerten hier und dort Überraschungen im Boden, wie alte Gasleitungen und Stromkabel, an denen in vergangener Zeit das Bahngelände hing. Oder die Wasserleitungen, die einst das Baulogistikzentrum Potsdamer Platz sowie das Veranstaltungszelt des weit über die Grenzen Berlins bekannten Pomp Duck and Circumstance versorgten. Immer wieder stellte sich uns die Frage »Wo kommt sie her und wo geht sie hin, die Leitung?«. Letztlich bewegten wir 3.700 m3 Erde, verbauten 3.800 m PE-Rohr, 4.000 m Steuerkabel, 114 Getriebeversenkregner, 29 Brauchwasser-Unterfluthydranten, ein Abwasserpumpwerk und bohrten einen Tiefbrunnen mit 48 m Tiefe für die Wasserversorgung. Dass alles zu einem hervorragenden Ergebnis führte, ist nicht nur unserer fachlichen Kompetenz und Erfah- rung geschuldet, sondern auch der guten Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken sowie den Planern und öffentlichen Stellen. Wir sind stolz, mit unserer Arbeit einen weiteren wichtigen Teil Berliner Geschichte mitgeschrieben zu haben.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.


Nah am Bürger, nah an der Natur.

Mitten in der Großstadt einen Ort zu schaffen, der Anwohnern wie Berlinbesuchern die Möglichkeit bietet, sich sportlich zu betätigen oder einfach nur innezuhalten. Ein Ort für Bewegung, Sport und Spiel, Erholung und Begegnung. Weite sollte erlebbar, ein Gefühl der Gelöstheit und Entspannung vermittelt werden, in unserer lebendigen Stadt. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die, wie wir finden, hervorragend umgesetzt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Potsdamer Platz und dem Technikmuseum ist eine Oase entstanden, die dem Begriff Park eine völlig neue Dimension gibt. Weitläufige Rasenflächen wechseln sich ab mit historischen Relikten, lebhaften wie ruhigen Bereichen. Vom interkulturellen Rosenduftgarten über den Naturerfahrungsraum für Kinder bis hin zum Trendsportpark wurden Maßstäbe gesetzt. Im Park am Gleisdreieck sollte es den Besuchern nicht schwer fallen, einen persönlichen Lieblingsplatz zu finden.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.