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Sanitäranlage Berliner Schloss


Das Humboldtforum im Berliner Stadtschloss

52° 31' 44"


Nord

13° 24' 15"


Ost

Im Norden der Berliner Innenstadt,

Wir befinden uns auf sehr geschichtsträchtigem Boden: Berlins historischer Mitte. Hier stand bis im Jahre 1950 das Berliner Schloss. Den Oberen der SED war das im 16. Jahrhundert erbaute und vom Krieg schwer gezeichnete Gemäuer ein Dorn im Auge. So kam ein Wiederaufbau auch nicht infrage. Auf dem Gelände des Schlosses und des Lustgartens sollte nach dem Willen Walter Ulbrichts „ein Kundgebungsplatz entstehen, auf dem der Kampfwille und Aufbauwille unseres Volkes Ausdruck finden können.“ Gesagt, getan. Im Sep­ tember 1950 wurde trotz massiver Proteste der Berliner Bevölkerung mit der Sprengung des Schlosses begonnen. Im Dezember des gleichen Jahre waren die Arbeiten abgeschlossen und das Schloss Geschichte. In den 1970er Jahren wurde an diesem Platz der Palast der Republik errichtet. Im Volksmund auch Erichs Lampenladen genannt.

Nach der Wende wurde dieses Gebäude, das unter anderem auch die Volkskammer der DDR beherbergte, obsolet. 19990 wurde das Gebäude wegen der Emission krebserregender Asbestfasern geschlossen. Der Abriss, der sich von 2006 bis 2009 zog stellte die Fachleute auch wegen der komplizierten Grundwasser­ bedingungen vor manche Herausforderung.


Was weg muss, muss weg.

Die Entscheidung für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses war gefallen, der Grundstein von honori­ gen Herren gelegt. So ein Projekt braucht ein solides Fundament, die Bodenplatte misst 120 bis 150 cm. Bestandteil dieser Bodenplatte sind sämtliche Schmutzwasserleitungen, die millimetergenau zu montieren und deren Gefälle zu beachten ist..
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Mit dieser anspruchsvollen Aufgabe wurden wir betraut. Zwischen unterer und oberer Armierung erfolgte die Verlegung der Rohrleitungen, bevor betoniert werden konnte. So weit, so gut. Da beim Betonieren enorm viele Kräfte wirken, war bei der Montage der Rohrleitungen bzgl. deren Stabilität größte Sorgfalt zu verwenden. Wäre eine der insgesamt 1.300 Meter langen Leitung oder einer der 140 Bodeneinläufe verschoben worden, eine nicht zu kalkulierende Bauverzögerung wäre die Folge gewesen. Dank unserer Erfahrung und der Kom­ petenz unserer Mitarbeiter hat alles wie am Schnürchen geklappt. Auch, weil wir mit der Vorfertigung vieler Elemente die passenden Antwort auf die sehr knapp bemessenen Montagezeit fanden..
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Für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns bedanken. Beim Bauherrn Stiftung Berliner Schloss, beim für die Bauleitung verantwortlichen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, bei den Projektsteueren der CONVIS Consult & Marketing GmbH, beim Planungsbüro WINTER Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik GmbH und bei der für den Rohbau verantwortlichen HOCHTIEF Solutions AG. Danke für Ihr Vertrauen.


Hinter der Fassade ein Ort für Bildung, Wissen und Kultur.

Die Forderung nach dem Wiederaufbau des Stadtschlosses war schnell nach der Wende zu hören. Nach nicht enden wollenden Diskussionen stimmte der Bundestag im Jahre 2002 schließlich für den Wiederaufbau der historischen Fassade mit modernem Kern. Im Inneren wird das Humboldt­Forum entstehen, ein Ort, der der Kultur, der Kunst und der Wissenschaft Raum bieten soll. Das geistige Erbe Alexanders und Wilhelm von Humboldt soll im neuen Humboldt­Forum, das nach heutiger Planung 2019 eröffnet wird, zugänglich gemacht werden.
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Bevor jedoch mit dem Bau begonnen werden konnte, wurden 30 Architekten zu einem Wettbewerb eingeladen. Nachdem der Entwurf des weltweit hoch dekorierten Architekten, Prof. Franco Stella, als Wettbewerbssieger feststand, wurde der Vertrag mit Prof. Stella aufgrund von Missverständlichkeiten bei den Ausschreibungskriterien für nichtig erklärt. Das Vergabeverfahren wurde wiederholt. Der Gewinner: Prof. Franco Stella. Er bildete eine Projektgemeinschaft mit anderen renommierte Architek­ tur­ und Planungsbüros. Alleinverantwortlich für die Planung insgesamt blieb Prof. Franco Stella. Die Fertigstellung und Eröffnung des hochmodernen Baus ist für 2019 geplant.


Wir machen, was wir können und können, was wir machen.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.

Wir machen, was wir können und können, was wir machen.