Projekt Beschreibung

52° 51′ 75″

Nord

13° 32′ 78″

Ost

THE BOX in Berlin-Charlottenburg

Man weiß ja nie. Lieber auf Nummer sicher.

Die Blockade hinterließ bis weit in die 1980er Jahre ihre Spuren. Die Sowjetunion hatte West-Berlin als Reaktion auf die Währungsunion in den „Westzonen“ am 24. Juni 1948 komplett abgeriegelt. Die Versorgung der Bevölkerung wurde für fast ein Jahr, bis zum 12. Mai 1949, ausschließlich durch eine von den Westalliierten aufgebaute Luftbrücke gewährleistet. Eine logistische Meisterleistung, die gar die dauerhafte Versorgung West-Berlins zu garantieren schien. Das bewog die Sowjets, die sich von der Blockade ein „Aushungern“ West-Berlins versprochen hatten, dazu, die Blockade wieder aufzuheben. Diese sehr entbehrungsreiche Zeit sollte den West-Berliner Senat dazu veranlassen, eine Bevorratung von Nahrungsmitteln sowie sämtlichen lebensnotwendigen Gütern anzulegen. Diese so genannte Senatsreserve sollte verhindern, jemals wieder so erpressbar und ausgeliefert zu sein. Für ebendiese Bevorratung wurden Lager gebraucht. Eines dieser Lager ist das 1969 entstandene Lagerhaus in der Gutenbergstraße 4 in Berlin-Charlottenburg. Nicht schön, aber praktisch. Mit einer Grundfläche von ca. 36 auf 36 Metern und einer Deckenhöhe von 4,50 Metern. In den 1980er Jahren wurde das Gebäude zur Produktionsstätte umfunktioniert, später wurden hier auch wilde Partys gefeiert.

Viel Material und noch mehr Know-how.

Ohne den vorhandenen Baukörper zu verleugnen, ist hier ein Komplex entstanden, der sich wohltuend von vielen seelenlosen Gebäuden im Berliner Stadtbild abhebt. Wir sind stolz und glücklich, dass wir mit unserem technischen Know-how am Gelingen dieses Projektes mitwirken durften. Im Bereich Sanitär verbauten wir 1.100 Meter Trinkwasserleitungen, 1.900 Meter Schmutz- und Regenwasserleitungen, drei Hebeanlagen und 140 sanitäre Einrichtungsgegenstände. Im Heizungsbereich waren es eine Fernwärmeübergabestation mit 500 kW, drei Regelstationen für Lüftungsanlagen, 5.000 Quadratmeter Fußbodenheizung, 1.500 Meter Heizungsvor- und -rücklaufleitungen und 55 Heizkörper. Für die Kältetechnik installierten wir eine Kältemaschine mit 300 kW, einen Rückkühler mit 400 kW, zwei Regelstationen für Lüftungsanlagen, 1.000 Meter Kühlwasservor- und -rücklaufleitungen und 15 Umluft-Kühlgeräte. Für eine funktionierende Sprinkleranlage montierten wir eine Diesel-Sprinklerpumpe, eine Elektro-Sprinklerpumpe, einen Wasservorratsbehälter mit 30 Kubikmetern Fassungsvermögen, eine Nass-Alarmventilstationen, 1.000 Meter Rohrleitung und 1.500 Sprinkler. An dieser Stelle möchten wir uns beim Bauherren, der ANH Hausbesitz GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ebenso gilt unser Dank den AHM Architekten und der Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH für die ebenso angenehme wie konstruktive Zusammenarbeit.

Wir machen, was wir können
und können, was wir machen.